Riester Rente

29.08.2016

Riester Rente

Arbeitgeber fordern deutliche Zuschuss-Anhebung

Riester Rente – Die Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände fordert einen höheren staatlichen Zuschuss zur Riester Rente. Der staatliche Zuschuss pro Riester Rente solle erhöht werden, fordert Steffen Kampeter, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA). Auch die steuerliche Absetzbarkeit der Riester-Beiträge und die betriebliche Altersvorsorge müsse attraktiver gemacht werden.

Im April propagiert CSU-Chef Horst Seehofer die „Riester ist gescheitert“, sagte er bei einer Rede in München. Die Anfang des letzten Jahrzehntes beschlossene Kürzung des Rentenniveaus werde nach seiner Einschätzung dazu führen, „dass etwa die Hälfte der Bevölkerung in der Sozialhilfe landen würde“. Weil nur 16 Millionen Menschen riestern und die Verträge infolge des Niedrigzinses immer unattraktiver würden, sei zukünftig mit massenhafter Altersarmut zu rechnen.

Riester Rente: Förderung sollte angehoben werden

Ein Problem der Riester Rente: Aktuell wird die Riester-Rente voll auf die Grundsicherung der Alterung angerechnet, der Sparanreiz für Geringverdiener ist daher gering. Nach dem bereits der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) die Wichtigkeit der geförderten Altersvorsorge betonte und eine Anpassung der Förderung an die gestiegenen Einkommen anregte, zieht nun auch die Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände nach.

Hier sollten Anreize für die Riester Rente geschaffen werden, dass der Eigenbeitrag + Zulagen + 50 % Wertentwicklung der Riester Rente nicht angerechnet werden können bzw. dürfen, auf die Grundsicherung (Masoud Azimpoor). Die Anreize sollten immer mehr in Richtung privater Vorsorge gehen.

 

Es sollte nicht das Ziel eines Bürgers sein, dass er eine Grundsicherung anstrebt, sondern mehr! Das ist ein Umdenkprozess der nächsten Jahre und Generation. Es hat fast 10 Jahre gedauert, bis die Riester Rente sich etabliert hat. Eine radikale Änderung bringt nur eine Verunsicherung.

Vielleicht sollte eine Frau Nahles auch bereit sein, in das gesetzliche System einzuzahlen. 10 %-tige Abgabe vom Netto, direkt in die gesetzliche Rente. Das sollte allen Beamten auferlegt werden! 2.500 Netto nach Krankenversicherungsbeitrag etc. = 250 € in das gesetzliche System bzw. ein Beamtenrentenfonds (Analog = Gesundheitsfonds).

 

So forderte der Haupgeschäftsführer Kampeter: „Der staatliche Zuschuss pro Riester-Vertrag zu erhöhen. Auch die steuerliche Absetzbarkeit der Riester-Beiträge sollte von derzeit 2100 Euro auf 3000 Euro pro Jahr angehoben werden“. Schließlich werde das Rentenniveau in den kommenden Jahren schrittweise sinken. Damit drohe steigende Altersarmut.

Weiterhin sollten meiner Meinung nach (Masoud Azimpoor), die staatlichen Zuschüsse für Riester Renten Beginner unter 20 Jahren auf  360 €  jährlich, für Riester Renten Beginner unter 25 Jahren auf 270 € und für Kinder auf 360 € angehoben werden. Angesicht der weiterhin steigenden Steuereinnahmen und sinken Beitragszahlern in das gesetzliche System, ist das nur logisch. Das gesetzliche System wird seit langem aus Steuergeldern querfinanziert. Dieses Ungleichgewicht kann bzw. sollte auf die nächsten 20 Jahre wieder repariert werden durch die Erhöhung der Subventionen der Riester Rente.

 

Siehe dazu Artikel:

http://www.makler-kassel.net/news/ 13.07.2016 | Veränderungen der gesetzlichen Rentenversicherung

 

BDA ist gegen Nahles-Rente

 

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, müsse das Produkt Riester für Arbeitnehmer einfach attraktiver werden, argumentierte der BDA-Chef. Auch bei der betrieblichen Altersvorsorge müsse geschraubt werden. Kampeter könne sich beispielsweise eine höhere steuer- und abgabenfreie Summe bei der Entgeltumwandlung vorstellen. Aktuell seien maximal vier Prozent des Brutto-Lohns bis zur Beitragsbemessungsgrenze steuer- und abgabenfrei, wenn das Geld in die Altersvorsorge fließt. „Dieses Limit der Entgeltumwandlung sollte auf acht Prozent erhöht werden, das ermutigt zu mehr Vorsorge“, forderte Kampeter.

Die betriebliche Altersvorsorge ist nicht mehr zeitgemäß genug. Bei der heutigen Arbeitsplatzsicherheit und ständigen Wechseln des Arbeitsgebers, ist das diese Form sehr unflexibel und nicht transportierbar. Weiterhin kommt aus der Praxis dazu, dass der neue Arbeitgeber die Haftung für den alten Vertrag aus dem vorherigen Arbeitsverhältnis übernehmen muss! Darüber hinaus kommt der enge Hinterbliebenenbegriff dazu.

Derweil erteilt der BDA-Geschäftsführer der Nahles-Rente eine klare Abfuhr. Bundessozialministerin Andrea Nahles (SPD) will die Bundesbürger bei den Betriebsrenten stärker in die Pflicht nehmen. Zukünftig soll jeder Beschäftigte automatisch vorsorgen, sofern er nicht explizit widerspricht. Diese obligatorische Betriebsrente würde viele kleine und mittlere Unternehmen in den Ruin treiben, warnte Kampeter.

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